An ihren Artefakten sollt ihr sie erkennen

An ihren Artefakten sollt ihr sie erkennen

— Wie Unternehmenskultur greifbar wird

Offenheit steht im Leitbild.
Der Zugang zum Ordner ist gesperrt.

Eigenverantwortung ist ausdrücklich erwünscht.
Für die Bestellung eines Bürostuhls braucht es drei Freigaben.

Neue Werte sind beschlossen.
Der Arbeitsalltag ignoriert sie.

Was verrät Ihre Organisation über sich, lange bevor jemand über Kultur spricht?

Der Besprechungsraum.
Das Onboardingpaket.
Die Reisekostenabrechnung.
Das Intranet.
Der Parkplatz mit Namensschild.

Unternehmenskultur ist erstaunlich konkret.

Ein Formular organisiert Kontrolle.
Eine Sitzordnung erklärt Hierarchie.
Ein Dashboard macht sichtbar, was zählt und lässt alles andere verschwinden.

Manchmal erzählt ein einziger Gegenstand mehr über eine Organisation als zwanzig Seiten Leitbild.

Der Schauplatz: Ihr Arbeitsalltag

Was sehen Mitarbeitende als Erstes, wenn sie die Räume betreten?

Wo trinken Menschen ihren Kaffee?

Wer parkt wo?

Welche Informationen sind leicht zugänglich?

Wer braucht für was eine Freigabe?

Welche Dinge werden ausgezeichnet, archiviert oder ausgestellt?

Ihr Unternehmen produziert jeden Tag Artefakte. Räume, Dokumente, Formulare, Benutzeroberflächen, Zugänge, Symbole und Gegenstände. Jedes davon macht bestimmtes Verhalten leichter und anderes schwerer.

So bekommt Kultur Konsequenzen.

Ein Unternehmen kann Augenhöhe beschließen und Hierarchie möblieren.
Es kann Vertrauen fordern und Kontrolle in Formulare gießen.
Es kann Austausch wünschen und Wissen hinter Zugriffsrechten verstecken.
Es kann neue Werte verkünden und täglich mit alten Artefakten weiterarbeiten.

Das eintägige Inhouse Format öffnet diesen Blick und richtet ihn auf ausgewählte Artefakte Ihrer Organisation.

Mit einem genauen Blick und einem gewissen Vergnügen an den Merkwürdigkeiten des Unternehmensalltags wird sichtbar, welche kulturellen Botschaften längst im Raum stehen, auf dem Bildschirm erscheinen und durch Prozesse wandern.

Die Fundstücke

Das Format arbeitet mit ausgewählten materiellen und digitalen Spuren aus Ihrer Organisation. Dabei ist gerade das Selbstverständliche interessant.

Kaum jemand diskutiert jeden Morgen neu über die Sitzordnung, das Freigabeformular oder die Zugangskarte. Man benutzt sie. Und bewegt sich damit jeden Tag innerhalb der kulturellen Logik, die in ihnen steckt.

Die Teilnehmenden richten deshalb einen anderen Blick auf vertraute Dinge:

Was erzählt dieses Artefakt über uns?

Aus einzelnen Fundstücken entsteht ein erster präziser Blick darauf, wo die gewünschte Kultur bereits eine Form bekommen hat und wo Räume, Prozesse und Systeme eine andere Geschichte erzählen.

Für wen ist dieses Format gedacht?

Für HR, Personalentwicklung und Kulturverantwortliche, die Unternehmenskultur dort untersuchen wollen, wo sie längst sichtbar geworden ist.

Besonders relevant ist das Format, wenn

• Kulturgespräche regelmäßig abstrakt bleiben
• neue Werte beschlossen wurden und im Arbeitsalltag kaum auftauchen
• Leitbild und Arbeitsrealität unterschiedliche Geschichten erzählen
• Räume, Prozesse und Systeme alte Kultur weitertragen
• gewachsene Strukturen so selbstverständlich geworden sind, dass kaum jemand sie noch hinterfragt
• Veränderungen beschlossen sind und die Umgebung weiterhin die alte Logik vermittelt
• unklar ist, wo Kulturarbeit ganz konkret ansetzen kann

Format

Eintägiges Inhouse Format

Im Mittelpunkt stehen ausgewählte materielle und digitale Artefakte Ihrer Organisation. An ihnen wird das Kulturlesen gemeinsam erprobt und auf konkrete Fragestellungen Ihres Unternehmens angewendet.

Das Format wird auf Ihre Organisation, Ihre Fragestellung und den Teilnehmendenkreis zugeschnitten.

Geeignet für HR Teams, Führungskreise, Kulturverantwortliche, Projektgruppen und bereichsübergreifende Gruppen.

Am Ende liegt Kultur auf dem Tisch

Die Teilnehmenden können vertraute Artefakte mit einem kulturellen Blick lesen.

Sie erkennen, welche Botschaften Räume, Dokumente, Systeme und Gegenstände senden und welches Verhalten sie im Alltag begünstigen.

Sie sehen, wo gewünschte Kultur bereits Gestalt annimmt und wo sie von den eigenen Artefakten unterlaufen wird.

Unternehmenskultur hängt damit nicht länger in der Luft. Sie hat Orte, Oberflächen, Dokumente und Gegenstände, an denen weitere Kulturarbeit konkret ansetzen kann.

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